Investitionsabkommen zwischen der EU und China

Schub für Chinas Wirtschaftswachstum

Aus Sicht von Wuttke würde China selbst davon profitieren, sich weiter zu öffnen. Das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik könne so einen deutlichen Schub erleben - und die Einkommen der 1,3 Milliarden Menschen stärker steigen. China würde es "mit einem großen Sprung" besser gehen. Die chinesische Wirtschaft bleibe bislang hinter ihren Möglichkeiten zurück. "China könnte besser fahren."
China profitiere von ausländischen Investitionen, betonte Wuttke und verwies auf das Beispiel Shanghai. In der 24-Millionen-Metropole gebe es 60 000 ausländisch investierte Unternehmen, die ein Viertel der Wirtschaftsleistung ausmachten. Die Stadt beziehe ein Drittel seiner Steuereinnahmen von diesen Unternehmen, die jeden fünften Arbeitsplatz in Shanghai stellten.
Trotz der zahlreichen Probleme durch die voranschreitende Entkopplung der USA und Chinas ist es laut Wuttke für ausländische Unternehmen kein realistisches Szenario, sich aus China zurückzuziehen. Schließlich trage die zweitgrößte Volkswirtschaft rund 30 Prozent zum globalen Wachstum bei.

Gute Geschäfte für EU-Konzerne auf chinesischem Markt

So profitierten europäische Firmen auch davon, dass China früher als andere Staaten die Corona-Pandemie unter Kontrolle gebracht habe. Die derzeitige Dynamik auf dem chinesischen Markt sei beeindruckend. Europäische Autobauer und auch zahlreiche Luxusmarken machten wieder gute Geschäfte.
Chinas erfolgreicher Kampf gegen Corona bringe aber auch Probleme für europäische Firmen mit sich, sagte Wuttke. Wegen weiter bestehender Einreisebeschränkungen sei es für Unternehmen noch immer schwierig, Mitarbeiter zurück nach China zu bringen. Tausende steckten noch im Ausland fest. Auch Geschäftsreisen seien kaum möglich.
So kämpften EU-Firmen mit Problemen bei der Visavergabe. Auch müssen sich Reisende, die nach China kommen, für 14 Tage in einem Hotelzimmer in Quarantäne begeben. Erst dann dürfen sie sich frei bewegen.


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