Quartalszahlen 31.10.2014, 10:00 Uhr

Gewinneinbruch bei Samsung

Samsung steht unter Druck: Weil chinesische Smartphone-Hersteller den Koreanern auf die Pelle rücken, musste der Elektronikkonzern im dritten Quartal einen deutlichen Gewinn- und Umsatzeinbruch hinnehmen.
(Quelle: shutterstock - Twin Design)
Es sind Namen, die hierzulande kaum einer kennt: Oppo, Xiaomi oder Meizu. Doch diese chinesischen Smartphone-Hersteller sind mitverantwortlich dafür, dass es beim koreanischen Elektronikkonzern und Weltmarktführer Samsung gerade nicht allzu rund läuft.
Konkret mussten die Südkoreaner im dritten Quartal einen Gewinneinbruch um 49 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro in die Bilanzbücher schreiben. Auch der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 19,6 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro. Bereits vor wenigen Wochen hatte Samsung die Erwartungen der Analysten gedämpft und vor einem vergleichsweise schlechten Quartalsergebnis gewarnt.
Kopfzerbrechen bereitet den Koreanern insbesondere das Smartphone-Geschäft. Die einstige Vorzeige-Sparte leidet vor allem unter der preisaggressiven Konkurrenz aus China, die den Markt mit hochwertigen Modellen, die größtenteils zu Dumpingpreisen angeboten werden, aufmischt. Die Konsequenz: Der operative Gewinn im Handy-Geschäft von Samsung brach im Vergleich zum Vorjahresquartal um 74 Prozent ein. Für den Konzern war es in diesem Bereich das schlechteste Ergebnis seit drei Jahren.
Immerhin: Für das vierte Quartal gibt sich Samsung wieder etwas optimistischer - und erwartet einen Gewinnanstieg. Für diesen soll allerdings die saisonal bedingte starke Nachfrage nach Fernsehgeräten sorgen. Der Ausblick für die Handy-Sparte bleibe hingegen unsicher.



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