Schluss mit Bling Bling 08.12.2011, 11:04 Uhr

Nokia denkt über Vertu-Verkauf nach

Der finnische Handy-Hersteller will sich einem Zeitungsbericht zufolge von seiner britischen Luxushandy-Tochter trennen.
Nokia steckt in der Krise - und Konzernchef Stephen Elop sucht seit seinem Amtsantritt fortwährend nach neuen Konzepten, um den angeschlagenen Handy-Hersteller wieder auf Kurs zu bringen. Laut einem Bericht der Financial Times denkt der Manager nun auch über den Verkauf der britischen Luxushandy-Tochter Vertu nach. Die Edelschmiede, die Handys für ein besonders betuchtes Klientel herstellt, soll dem Bericht zufolge nicht mehr zum Kerngeschäft zählen und abgestoßen werden.
Wie es weiter hieß, habe Nokia bereits die US-Investmentbank Goldman Sachs mit den Verkaufsvorbereitungen beauftragt, auch wenn sich diese noch insgesamt in einem sehr frühen Stadium befänden. Angeblich hätten bereits private Investorengruppen Interesse bekundet. Zudem kämen laut einem mit der Sache vertrauten Insider auch Hersteller von anderen Luxusgütern als Käufer in Betracht, die ihr Portfolio um die Edel-Handys ergänzen könnten.
Vertu wurde 1998 gegründet und besitzt Outlets in über 60 Ländern. Der jährliche Umsatz liegt Schätzungen zufolge zwischen 268 und 402 Millionen US-Dollar. Die wichtigsten Absatzmärkte für die handgefertigten Modelle, die dank der Verwendung von Edelmetallen und -steinen schon einmal Preise von über 300.000 US-Dollar erreichen können, sind Russland, Asien und der Mittlere Osten. 



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