27.06.2011, 16:21 Uhr

Razzia bei insolventer TelDaFax

Am 14. Juni hatte TelDaFax Insolvenz angemeldet - nun untersucht die Staatsanwaltschaft, ob sich der Energielieferant der Insolvenzverschleppung schuldig gemacht hat.
Nach Medienberichten hat die Staatsanwaltschaft Bonn heute die Durchsuchung der Unternehmenszentrale von TelDaFax sowie der Büros an anderen Standorten angeordnet. Anlass für die Razzia ist der Verdacht auf Betrug und Insolvenzverschleppung. Konkret ermitteln die Beamten, ob der Energielieferant nicht schon lange vor dem 14. Juni bereits zahlungsunfähig war und die Insolvenz verschleppte. Weiterhin besteht der Verdacht, dass eine Vielzahl von Verträgen abgeschlossen worden seien, um die mit den Verträgen verbundenen Vorauszahlungen der Kunden zu erhalten - wohlwissend, dass das Unternehmen nicht mehr lange existieren kann.
Hintergrund: TelDaFax wurde 2007 gegründet und bot seither Strom deutlich günstiger an als die Wettbewerber. Im Gegenzug zahlten die Kunden ihre Rechnung für das kommende Jahr im Voraus. In Spitzenzeiten zählten die Troisdorfer beinahe 800.000 Kunden.




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