Greenpeace bewertet Hersteller mobiler Geräte

Samsung schneidet schlecht ab

Das komplette Ranking von Greenpeace.
Quelle: Greenpeace
Ziemlich am Ende der Bewertungsskala im Greenpeace-Check ist Samsung, der südkoreanische Marktführer für mobile Kommunikation. Samsungs Geräte werden in Ostasien vor allem mit klimaschädlichem Kohlestrom gefertigt. Das Unternehmen hat 2016 mehr als 16.000 Gigawattstunden Energie verbraucht, nur ein Prozent stammt aus erneuerbaren Energien. "Das ist mehr, als die Dominikanische Republik im gesamten Jahr 2015 verbraucht hat", rechnet Kaller vor.
Recycling von wertvollen Rohstoffen wird bei Samsung kaum betrieben. Die Wiederverwertung von 4,3 Millionen zurückgerufenen Geräten des Modells "Galaxy Note 7" habe dieses Jahr nur auf Druck von Greenpeace stattgefunden, schreibt die Organisation.
"Die erste Frage vor jedem Kauf sollte immer sein: Brauche ich das Gerät wirklich?", sagt Kaller. "Umweltbewusste Käuferinnen und Käufer sollten darauf achten, dass sich Elektronik-Produkte reparieren und aufrüsten lassen. Doch die Verantwortung darf nicht allein an die Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden: Um wirklich grün zu werden, müssen Samsung und Co. komplett auf fossile Energien und gefährliche Chemikalien verzichten", so die Forderung der Umweltschützerin.
Das Greenpeace-Branchenranking Guide To Greener Electronics [PDF] steht kostenlos zum Download bereit. Eine deutsche Zusammenfassung ist ebenfalls erhältlich.




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