Mobilfunk 07.11.2016, 11:56 Uhr

LTE: Vodafone knackt Schallmauer von 500 Mbit/s

In Düsseldorf und Berlin hat Vodafone in seinem LTE-Netz Geschwindigkeiten von 500 Mbit/s realisiert. Kunden können allerdings frühestens im ersten Quartal 2017 von dem Datenturbo profitieren.
Eric Kuisch, Technik-Chef bei Vodafone Deutschland
Der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone arbeitet weiter an dem Ausbau seiner LTE-Infrastruktur. Nachdem Nutzer seit Sommer in ausgewählten Städten Deutschlands theoretisch mit bis zu 375 Megabit pro Sekunde mobil im Internet surfen können, zündet Vodafone jetzt die nächste Stufe: In Berlin und Düsseldorf wurden in ersten LTE-Funkzellen nun Übertragungsgeschwindigkeiten von einem halben Gigabit pro Sekunde erreicht.
Eric Kuisch, Technik-Chef bei Vodafone Deutschland: "Heute ist das Gigabit-Zeitalter ein ganzes Stück näher gerückt. Doch für uns ist das nur eine Halbzeit ohne Pause: Auf dem Weg zu 5G werden wir unser Netz immer schneller machen. Denn immer höhere Geschwindigkeiten ermöglichen auch immer datenintensivere Anwendungen. Beide sind das Fundament der kommenden Gigabit-Gesellschaft.“ 
Wie Vodafone mitteilte, werden in den kommenden Monaten weitere Mobilfunkzellen auf 500 Mbit/s aufgerüstet. Erste kommerzielle Smartphones und Firmware-Updates sollen allerdings erst im ersten Quartal 2017 folgen. Dank "Giga Speed" können Vodafone-Kunden mit LTE Max dann in allen Tarifen die neuen Spitzengeschwindigkeiten nutzen – vorausgesetzt, sie nutzen das passende Endgerät.
Unterdessen drückt Vodafone auch in seinem Kabelglasfasernetz aufs Gaspedal. Während aktuell rund sechs Millionen Haushalte mit Breitbandanschlüssen von bis zu 400 Megabit pro Sekunde versorgt werden können, soll die Gigabit-Schallmauer hier bereits in den nächsten Monaten geknackt werden. „Deutschland braucht Gigabit auf allen Infrastrukturen. Und die wollen wir liefern", so Kuisch.



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