Auerswald erhöht die Sicherheit mit Proxmox-Unterstützung
Angesichts wachsender Cyberbedrohungen bringt die Auerswald GmbH ihre Kommunikationslösung COMtrexx auf ein neues Sicherheitsniveau. Mit dem aktuellen Release 2.6 unterstützt die PBX-Serie nun den Open-Source-Hypervisor Proxmox VE und setzt damit verstärkt auf europäische Technologien sowie digitale Souveränität.
Nach Angaben des deutschen Unternehmens richtet sich die Weiterentwicklung gezielt an kleine und mittelständische Betriebe, die zunehmend unter Druck stehen, ihre IT-Infrastruktur besser gegen Angriffe zu schützen. Neben erweiterten Sicherheitsfunktionen soll die neue Version auch einfacher zu bedienen sein und gleichzeitig die Betriebskosten senken.
Geschäftsführer Christian Auerswald betont, dass klassische Anforderungen an Business-Telefonie heute nicht mehr ausreichen. Themen wie IT-Sicherheit, Datenhoheit und die Unabhängigkeit von großen internationalen Anbietern rückten immer stärker in den Fokus. Die COMtrexx-Lösung sei daher von Grund auf mit Blick auf kommende regulatorische Vorgaben wie den Cyber Resilience Act (CRA) entwickelt worden und erfülle bereits zentrale Anforderungen. Auch bei der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie soll sie Unternehmen unterstützen.
Ein zentrales Problem im Markt sieht Auerswald in veralteten Telefonielösungen, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Solche Systeme seien modernen Angriffsmethoden – etwa durch automatisierte oder KI-gestützte Cyberattacken – kaum gewachsen. Die Risiken reichen bis hin zu existenzbedrohenden finanziellen Schäden.
Mit der Integration von Proxmox VE setzt Auerswald zudem auf eine kosteneffiziente Alternative zu etablierten Virtualisierungslösungen. Funktionen wie Firewall, softwaredefinierte Netzwerke (SDN) und Backup-Mechanismen gegen Ransomware sind bereits integriert. In Kombination mit dem Proxmox Backup Server sollen Unternehmen von manipulationssicheren, versionsbasierten Datensicherungen profitieren.
Neben Sicherheitsaspekten hebt Auerswald auch wirtschaftliche Vorteile hervor: Im Vergleich zu klassischen Lizenzmodellen könnten die laufenden Kosten deutlich sinken, etwa durch integrierte Hochverfügbarkeit und günstigere Subscriptions.
Um den Umstieg zu erleichtern, stellt das Unternehmen seinen Partnern zudem ein Migrationstool zur Verfügung. Dieses soll den Wechsel auf die neue Lösung deutlich beschleunigen und Fehlerquellen reduzieren – laut Auerswald um bis zu 80 Prozent.