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Lesedauer 3 Min.

Satellitennetz von Vodafone offiziell gestartet

Satellite Connect Europe hat jetzt offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Das Joint Venture von Vodafone und ASTSpaceMobile soll Sat-Dienste künftig auf Smartphones bringen.
Satellite Connect Europe
© Vodafone

Die Mobilfunkanbieter setzen immer mehr auf Satellitendienste zur Ergänzung ihrer terrestrischen Netze: So hat die Telekom auf dem MWC eine Kooperation mit Starlink angekündigt, während Vodafone den offiziellen Start von Satellite Connect Europe ankündigte. Das 2025 gegründete Joint Venture zwischen dem Netzbetreiber und dem US-Satellitenanbieter AST SpaceMobile soll ebenfalls satellitengestützte Dienste auf Smartphones bringen.

Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg will seine Dienste auch anderen Anbietern zur Verfügung stellen, Orange und Telefónica haben bereits eine Zusammenarbeit angekündigt. Netzbetrieb, Datenverarbeitung und Servicekontrolle verbleiben vollständig innerhalb des europäischen Rechtsraums. Die Infrastruktur ist für Direct‑to‑Device‑Dienste ausgelegt, die sich nahtlos in bestehende Mobilfunk-Netze integrieren lassen und mit heutigen Endgeräten funktionieren sollen – ohne Geräte‑Upgrade oder zusätzliche Antennen. Geplant sind Sprach- und Videotelefonie, Messaging un Internetzugang. Die Smartphones sollen dort, wo keine 4G- und 5G-Abdeckung besteht, nahtlos ins Satelliten netz wechseln können. 

Zunächst wird Satellite Connect Europe fünf Bodenstationen aufbauen, wobei dies in Großbritannien und Spanien schon begonnen hat. Das Betriebszentrum soll in Deutschland angesiedelt werden. Einen konkreten Termin für den kommerziellen Start nannte das Unternehmen allerdings noch nicht.

Mit dem operativen Start stellt Satellite Connect Europe auch sein Führungsteam vor: John Slamecka übernimmt den Vorsitz des Verwaltungsrats. Der italienische Staatsbürger verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung in Europa, zuletzt als President von AT&T Business International.

Darren Ennis wird Mitglied des Verwaltungsrats. Der in Brüssel ansässige Ire ist Group Director EU Affairs bei der Vodafone Group und verantwortet dort die Beziehungen zu europäischen Institutionen. Er bringt umfassende Expertise in den Bereichen Regulierung und Public Policy mit. Zum Managing Director wurde Meredith Sharples ernannt. Der Brite kehrt aus der Karibik nach Europa zurück, wo er zuletzt als Regional CEO bei Digicel tätig war.

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