Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Studie: Recht auf Reparatur noch wenig bekannt

Bis Ende Juli 2026 muss das Recht auf Reparatur in Deutschland umgesetzt werden. Eine aktuelle Studie zeigt: Nur 44 Prozent der Verbraucher kennen das neue Recht, viele Hersteller und Händler sehen große Herausforderungen bei Personal und Kosten.
© (Quelle: sasirin pamai shutterstock)

Laut einer vom IFH KÖLN im Auftrag des Handelsverbands Technik (BVT) und Wertgarantie durchgeführten Studie werden in Deutschland knapp die Hälfte der defekten Elektrogeräte (49 Prozent) aus den betroffenen Produktgruppen nicht repariert. Das Recht auf Reparatur ist bislang wenig bekannt: Nur 44 Prozent der Verbraucher haben davon gehört, und lediglich 35 Prozent wissen, was es konkret bedeutet. Bei Fachhändlern und Herstellern ist die Richtlinie zwar nahezu flächendeckend bekannt (98 bzw. 95 Prozent), aber nur 55 Prozent der Fachhändler fühlen sich im Detail informiert.

Die Umsetzung der EU-Richtlinie stellt die Branche vor große Herausforderungen. 70 Prozent der Fachhändler und 63 Prozent der Hersteller sehen die geforderte Verlängerung der Gewährleistung nach einer Reparatur kritisch. Über die Hälfte der Fachhändler (56 Prozent) und ein Drittel der Hersteller (32 Prozent) erwarten mehr Aufwand durch die engere Zusammenarbeit mit Reparaturpartnern. Mehr als die Hälfte der Hersteller (56 Prozent) und des Fachhandels (52 Prozent) rechnen mit einem steigenden Reparaturvolumen, doch fast drei Viertel der Fachhändler (74 Prozent) und 40 Prozent der Hersteller geben an, mit den vorhandenen Ressourcen kaum mehr Reparaturen stemmen zu können. Der größte Engpass ist laut Studie der Mangel an qualifiziertem Personal.

Hinzu kommt: 68 Prozent der Fachhändler und 63 Prozent der Hersteller erwarten, dass die Reparaturkosten steigen werden. Als Hauptgründe nennen sie höhere Ersatzteilpreise, zusätzlichen Personalaufwand und gestiegene Lagerkosten für Ersatzteile.

Neueste Beiträge

Chatbots als Verkäufer? Kunden sind offener als gedacht
Digitale Beratungsgespräche gewinnen im Onlinehandel an Bedeutung. Eine Studie von KPMG und dem EHI zeigt, dass mehr als die Hälfte der Konsumenten sich künftig von Chatbots beraten lassen würde, und das vor allem bei komplexen Produkten wie Elektronik.
3 Minuten
5. Mär 2026
Smartphone-Markt bremst Home-Electronics-Geschäft
Der deutsche Markt für Home Electronics blieb 2025 stabil. Während IT-Hardware und Gaming deutlich zulegten, entwickelte sich der Telekommunikationsbereich rückläufig, Grund hierfür sind vor allem sinkende Smartphone-Stückzahlen und längere Nutzungszyklen.
5 Minuten
5. Mär 2026
Telekom-KI kommt aus dem Netz
Der Magenta AI Call Assistent der Telekom bietet KI-Funktionen wie Live-Übersetzung oder Anrufzusammenfassungen direkt aus dem Netz für jeden Nutzer an.
2 Minuten
5. Mär 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

O2 unter Druck nach 1&1-Verlust
Der Wegfall des Großkunden 1&1 prägt die Bilanz von Telefónica Deutschland im Geschäftsjahr 2025. Umsatz und Ergebnis gehen spürbar zurück, obwohl sich das operative Kerngeschäft stabil entwickelt.
4 Minuten
27. Feb 2026
Freenet DLS: Sebastian Goebel rückt in Geschäftsführung auf
Die Freenet DLS GmbH erweitert ihre Geschäftsführung. Sebastian Goebel übernimmt Verantwortung für Marketing und Vertrieb sowie die Integration der Mobilezone Deutschland.
3 Minuten
23. Feb 2026
Westconnect vermarktet Vodafone-Angebote
Vodafone und Westconnect haben ihre Verhandlungen zur Glasfaserkooperation abgeschlossen. Demnächst können weitere zwei Millionen Haushalte Vodafone-Festnetzprodukte buchen.
2 Minuten
18. Feb 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige