Tablet-Markt leidet unter Engpässen bei Komponenten
Die globalen Verkäufe von Tablets gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im zweiten Quartal um 10 Prozent auf 36 Millionen Geräte zurück. Zum ersten Mal seit Jahren gab es zudem im diesem Quartal nicht den üblichen Aufwärtstrend gegenüber dem Vorquartal. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Omdia.
Allerdings glauben die Analysten, dass sich der Markt widerstandsfähiger als erwartet gezeigt habe, da sich Tablets in vielen Haushalten als unverzichtbar erwiesen haben und immer mehr mit ansteckbaren Tastaturen auch Laptops ersetzen würden. Dazu wachse der Absatz im Bildungssektor und bei Unternehmen.
Angesichts der andauernden Knappheit vom Komponenten wie Speicherchips rechnet man nicht damit, dass die Hersteller Tablets bei der Versorgung in ihren Portfolios nicht ganz oben auf die Liste setzen. Zudem würden sie wie bei Smartphones den Fokus auf die lukrativeren höherwertigen Modelle setzen. Die damit steigenden Verkaufspreise dürfte laut Omdia auch für den Rest des Jahres für schlechtere Verkäufe sorgen.
Bei den Herstellern verteidigte Apple die Spitze und steigerte den Marktanteil von 37 auf 38 Prozent, da der Rückgang der Verkäufe 7,5 Prozent weniger stark war, als im Gesamtmarkt. Den Großteil der Verkäufe machte dabei das iPad-Standardmodell aus.
Beim Verfolger Samsung gingen die Verkäufe dagegen um 13 Prozent zurück, was den Marktanteil von 17 auf 16 Prozent fallen ließ. Neuer Dritter ist Lenovo, die gegen den Trend die Verkäufe um 27 Prozent steigern konnten. Der Marktanteil stieg von 8 auf 11 Prozent. Dahinter kamen Xiaomi auf 8 Prozent Marktanteil mit 6,8 Prozent weniger Verkäufen und Huawei mit einem Minus von 15,6 Prozent auf die Plätze.