Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

ElectronicPartner startet den internen Umbau

Zwei Monate nach dem Branchentreff zieht ElectronicPartner Konsequenzen aus seiner neuen Strategie. Die Verbundgruppe ordnet ihre Zentrale neu und kündigt einen Stellenabbau an.

Friedrich Sobol: Der ElectronicPartner-Vorstand treibt die Neuausrichtung der Verbundgruppe voran

© (Quelle: ElectronicPartner)

Als ElectronicPartner-Vorstand Friedrich Sobol beim Branchentreff im November 2025 erklärte, man wolle „agieren und nicht reagieren“, blieb offen, wie konkret diese Ankündigung intern umgesetzt werden sollte. Mit einer jetzt veröffentlichten Presseinformation macht die Verbundgruppe diesen Schritt sichtbar: Die Düsseldorfer Zentrale wird neu organisiert, Strukturen und Prozesse werden an das strategische Zielbild angepasst. In diesem Zuge ist auch ein Stellenabbau geplant.

Inhaltlich bestätigt ElectronicPartner damit die Stoßrichtung, die Sobol bereits im Herbst skizziert hatte. Die Verbundgruppe will ihr Mitgliedernetzwerk stärker als lokalen Lösungsanbieter positionieren – weg vom reinen Produktverkauf, hin zu Beratung, Installation, Integration, Reparatur und Service. Bereits damals hatte Sobol auf neue Geschäftsfelder wie Reparatur, erneuerbare Energien oder IT-Services verwiesen. Die jetzige Pressemitteilung fasst diese Aktivitäten erstmals unter einem klaren operativen Anspruch zusammen: ein flächendeckendes Technik- und Servicenetz aus einer Hand.

Vom Handelsverbund zum Service-Netz

Dabei greift ElectronicPartner auf bereits bestehende Bausteine zurück. Genannt werden unter anderem das Reparaturnetzwerk mit mehr als 1.000 Servicepartnern, die Kooperation mit ASWO, die KRIX Academy für Qualifizierung sowie das comTeam-Netzwerk im Systemhausgeschäft. Auch das Energie-Konzept WENDEpunkt wird ausdrücklich als Teil dieser Strategie bezeichnet. Neu ist, dass ElectronicPartner diese Elemente nicht mehr nur als Ergänzung zum Handel, sondern als Kern eines erweiterten Leistungsversprechens versteht.

Eine besondere Rolle spielt dabei Österreich. Die dortigen Aktivitäten, etwa im Zusammenspiel mit der Caritas oder dem Klima- und Energiefonds, werden erstmals als Beispiel für den Zugang zu öffentlichen Auftraggebern und Förderprojekten genannt. Das deutet darauf hin, dass ElectronicPartner sein Modell nicht nur im klassischen Endkundengeschäft, sondern auch im Projekt- und Ausschreibungsgeschäft verankern will.

Mit dem jetzt angekündigten Umbau der Zentrale wird diese strategische Verschiebung organisatorisch unterlegt. Vorstand Matthias Assmann spricht von einer Neuorganisation, um Strukturen und Prozesse auf das Zielbild auszurichten. Dass dies mit Stellenabbau verbunden ist, zeigt, dass die Transformation nicht nur ein Markt-, sondern vor allem ein interner Umbau ist.

Weitere Details will ElectronicPartner auf dem Kongress im März vorstellen. Spätestens dann wird sich zeigen, wie stark sich die Verbundgruppe tatsächlich vom klassischen Handelsmodell in Richtung Service- und Integrationsnetzwerk bewegt.

Neueste Beiträge

Mehr als Mobilfunk: Telefónica Deutschland baut die Marke O2 um
Vom reinen Mobilfunkanbieter soll sich das Image der Marke O2 hin zu einem Kombi-Anbieter für den digitalen Haushalt wandeln. Dazu können die Mobilfunktarife künftig flexibel mit Optionen für Festnetz, TV und Streaming kombiniert werden.
4 Minuten
18. Mai 2026
Glasfasernetze: 1&1 kooperiert mit Tele Columbus
1&1 wird sein bundesweites Glasfasertransportnetz mit den regionalen Stadtnetzen von Tele Columbus verbinden. Die Kooperation soll dem Netzbetreiber den Zugang zu mehr als 1,2 Millionen potenziellen Kunden erschließen.
2 Minuten
19. Mai 2026
TP-Link kündigt drei WiFi 7 Router für deutschen Markt an
Mit der neuen LinkBox-Serie bringt TP-Link Router für den WiFi-7-Standard nach Deutschland. Das erste der drei Modelle, die Basisvariante TP-LinkBox 7, soll im Juli verfügbar sein.
2 Minuten
19. Mai 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

EPPO ermittelt wegen Umsatzsteuerbetrugs: Razzia bei Herweck
Die Europäische Staatsanwaltschaft hat in Deutschland Durchsuchungen wegen eines mutmaßlichen Umsatzsteuerkarussells angeordnet. Betroffen sind Standorte in Saarland und Sachsen, darunter offenbar auch die Herweck AG.
4 Minuten
18. Mai 2026
Eno Telecom baut die Führung um: Gernot Teufel muss gehen
Eno Telecom strukturiert um: Peter Horstmann ist nun alleiniger Geschäftsführer, da Gernot Teufel gehen musste. Außerdem steuert jetzt Sven Gösch als COO das operative Geschäft des Distributors.
3 Minuten
29. Apr 2026
Herweck trotzt dem Branchentrend
Zweistelliges Umsatzplus, wachsende Vertragszahlen und eine neue GK-Meile: Auf der Perspectives 2026 in St. Ingbert zeigt Herweck, wo der Distributor steht und wohin er will.
5 Minuten
12. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige