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ElectronicPartner startet den internen Umbau

Zwei Monate nach dem Branchentreff zieht ElectronicPartner Konsequenzen aus seiner neuen Strategie. Die Verbundgruppe ordnet ihre Zentrale neu und kündigt einen Stellenabbau an.

Friedrich Sobol: Der ElectronicPartner-Vorstand treibt die Neuausrichtung der Verbundgruppe voran

© (Quelle: ElectronicPartner)

Als ElectronicPartner-Vorstand Friedrich Sobol beim Branchentreff im November 2025 erklärte, man wolle „agieren und nicht reagieren“, blieb offen, wie konkret diese Ankündigung intern umgesetzt werden sollte. Mit einer jetzt veröffentlichten Presseinformation macht die Verbundgruppe diesen Schritt sichtbar: Die Düsseldorfer Zentrale wird neu organisiert, Strukturen und Prozesse werden an das strategische Zielbild angepasst. In diesem Zuge ist auch ein Stellenabbau geplant.

Inhaltlich bestätigt ElectronicPartner damit die Stoßrichtung, die Sobol bereits im Herbst skizziert hatte. Die Verbundgruppe will ihr Mitgliedernetzwerk stärker als lokalen Lösungsanbieter positionieren – weg vom reinen Produktverkauf, hin zu Beratung, Installation, Integration, Reparatur und Service. Bereits damals hatte Sobol auf neue Geschäftsfelder wie Reparatur, erneuerbare Energien oder IT-Services verwiesen. Die jetzige Pressemitteilung fasst diese Aktivitäten erstmals unter einem klaren operativen Anspruch zusammen: ein flächendeckendes Technik- und Servicenetz aus einer Hand.

Vom Handelsverbund zum Service-Netz

Dabei greift ElectronicPartner auf bereits bestehende Bausteine zurück. Genannt werden unter anderem das Reparaturnetzwerk mit mehr als 1.000 Servicepartnern, die Kooperation mit ASWO, die KRIX Academy für Qualifizierung sowie das comTeam-Netzwerk im Systemhausgeschäft. Auch das Energie-Konzept WENDEpunkt wird ausdrücklich als Teil dieser Strategie bezeichnet. Neu ist, dass ElectronicPartner diese Elemente nicht mehr nur als Ergänzung zum Handel, sondern als Kern eines erweiterten Leistungsversprechens versteht.

Eine besondere Rolle spielt dabei Österreich. Die dortigen Aktivitäten, etwa im Zusammenspiel mit der Caritas oder dem Klima- und Energiefonds, werden erstmals als Beispiel für den Zugang zu öffentlichen Auftraggebern und Förderprojekten genannt. Das deutet darauf hin, dass ElectronicPartner sein Modell nicht nur im klassischen Endkundengeschäft, sondern auch im Projekt- und Ausschreibungsgeschäft verankern will.

Mit dem jetzt angekündigten Umbau der Zentrale wird diese strategische Verschiebung organisatorisch unterlegt. Vorstand Matthias Assmann spricht von einer Neuorganisation, um Strukturen und Prozesse auf das Zielbild auszurichten. Dass dies mit Stellenabbau verbunden ist, zeigt, dass die Transformation nicht nur ein Markt-, sondern vor allem ein interner Umbau ist.

Weitere Details will ElectronicPartner auf dem Kongress im März vorstellen. Spätestens dann wird sich zeigen, wie stark sich die Verbundgruppe tatsächlich vom klassischen Handelsmodell in Richtung Service- und Integrationsnetzwerk bewegt.

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