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Berufsverband für Vermittler: Neue Initiative nimmt Fahrt auf

Ein Interessenverband für Vermittler und Fachhändler in der Telekommunikationsbranche soll gegründet werden. Ziel ist es, eine gemeinsame Plattform für rechtliche Absicherung, Austausch und kollektive Verhandlungsstärke zu schaffen. Nun beginnt die Registrierungsphase.
© (Quelle: shutterstock /PeopleImages.com- Yuri_A)

Der geplante Berufs- und Interessenverband speziell für Vermittler und Fachhändler in der Telekommunikationsbranche nimmt Form an. Nach einer positiven Resonanz auf die im November 2024 gestartete Online-Befragung steht nun die Registrierungsphase an. Ziel ist es, eine solide Grundlage für die Gründung des Verbands zu schaffen und möglichst viele Teilnehmer für die Initiative zu gewinnen.

Laut Initiator Bernd Schleicher, Rechtsanwalt der Kanzlei Dr. Heinicke, Eggebrecht & Partner mbB, haben 94 Personen an der ersten Abstimmung teilgenommen. Davon signalisierten 91 ihr Interesse an der Gründung eines Verbands. „Wir schätzen, dass diese positiven Rückmeldungen etwa 1.000 Shops repräsentieren, wobei auch der Fernabsatzhandel stark vertreten ist“, erklärte Schleicher. Zudem seien viele große Betreiber unter den Abstimmenden gewesen, die traditionell als wichtige Unterstützer von berufsständischen Interessenvereinigungen gelten.

Der Verband soll eine Plattform für den kollegialen Austausch bieten, die Sichtbarkeit der Vermittler in der Branche stärken und die rechtliche Vertretung seiner Mitglieder sicherstellen. Dazu zählt unter anderem die Planung einer Kollektiv-Rechtsschutzversicherung, die auf die Bedürfnisse von Handelsvertretern zugeschnitten ist. „Diese Versicherung könnte Streitigkeiten über Verträge, Provisionen oder Kündigungen abdecken – Bereiche, die bisher kaum versicherbar waren“, betonte Schleicher.

Ein weiteres Ziel ist es, durch die kollektive Verhandlungsstärke des Verbands bessere Vertragsbedingungen für die Mitglieder zu erzielen. Zudem soll der Verband als zentrale Anlaufstelle für rechtliche Fragen dienen und aktuelle Entwicklungen in der Branche bündeln.

Fahrplan bis zur Gründung

Interessierte können sich bis zum 28. Februar 2025 unverbindlich registrieren. Falls die Registrierungszahl groß genug ist und nach Möglichkeit über dem unverbindlichen Abstimmungsergebnis liegt, wird eine Vereinssatzung erstellt und den potenziellen Mitgliedern zugeschickt. Die konstituierende Sitzung ist für den 14. März 2025 als Online-Veranstaltung geplant. Anschließend soll der Verband zur Eintragung angemeldet und eine Homepage eingerichtet werden.

Der Mitgliedsbeitrag wird voraussichtlich zwischen 100 und 300 Euro jährlich liegen, abhängig von der Mitgliederzahl und deren Umsatzstärke. Mit diesem Beitrag sollen die laufenden Verwaltungskosten, die Erstellung und Unterhaltung der Homepage sowie eine juristische Erstberatung der Mitglieder abgedeckt werden. Zusätzlich plant der Verband eine Kollektiv-Rechtsschutzversicherung, die Einsparungen von bis zu 30 Prozent im Vergleich zu Einzelverträgen ermöglichen könnte. „Entscheidend für die Leistungs- und Prämienvorteile zu Einzelverträgen ist die Mitgliederzahl, aber auch die Größe der Mitglieder“, erklärte Schleicher.

Für den Erfolg des Verbands sei es entscheidend, auch kleinere Unternehmerinnen und Unternehmer für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. „Die Anzahl der Mitglieder ist wesentlich für das Verhandlungsgewicht, die Qualität des Informationsaustauschs und die Kostenstruktur des Verbands“, so Schleicher. Geplant sind zudem eine jährliche eineinhalb-tägige Präsenzveranstaltung und möglicherweise eine zweite Online-Tagung, um den persönlichen Austausch zu fördern.

Schleicher appelliert an selbständige Vermittler und Fachhändler, sich zu registrieren und weitere Kollegen zu motivieren: „The more the merrier!“ Mit einer breiten Basis könne der Verband seine Ziele effektiver umsetzen und von Beginn an Vorteile für seine Mitglieder schaffen.

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