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Lesedauer 3 Min.

Deutsche zahlen am PoS immer weniger mit Bargeld

Nur noch knapp ein Drittel des Umsatzes im stationären deutschen Einzelhandel wird mit Bargeld gemacht, mobile Endgeräte liegen dagegen im Trend. Das zeigt die neue EHI-Studie "Zahlungssysteme im Einzelhandel 2026".
Zahlungsarten im Einzelhandel
© EHI Retail Institute

Mobile Payment ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Das bestätigte vor einigen Tagen eine Umfrage des Bitkom und jetzt auch die neue EHI-Studie "Zahlungssysteme im Einzelhandel 2026", die auf Umsatzerfassungen im Handel basiert. Demnach wurden im vergangenen Jahr nur noch 32,3 Prozent des Umsatzes im staionären deutschen Einzelhandel durch Bargeld erzielt, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 65,1 Prozent ist Kartenzahlung besonders populär, wobei 40,5 Prozent auf Girocards entfallen. Internationale Debitkarten von Mastercard und Visa erzielen 9,4 Prozent und klassische Kreditkarten 8,2 Prozent. 

Beim Blick auf die Transaktionsanteile – gemeint ist die Anzahl der Einkaufsvorgänge – liegt Bargeld mit 50,5 Prozent noch leicht vorne gegenüber der Karte mit 48,1 Prozent. Der Abstand schrumpft allerdings immer weiter zumal auch kleinere Summen immer mehr bargeldlos beglichen werden.

Technische Bezahlprozesse
© EHI

19,3 Prozent der unbaren Zahlungen wurden im vergangenen Jahr an der Ladentheke mit einem mobilen Endgerät bezahlt – 2024 waren es noch 12,8 Prozent). Das entspricht 9,3 Prozent der insgesamt 20 Milliarden jährlichen Zahlungsvorgänge. Fast 90 Prozent der Kartenzahlungen werden inzwischen kontaktlos durch Vorhalten von Karte oder Handy kontaktlos durchgeführt.

Während die Sparkassenorganisation bereits seit einigen Jahren sowohl Kreditkarten als auch die Girocard in der iPhone-Wallet anbietet, sind im letzten Jahr über eigene Apps auch die Genossenschaftsbanken und der Online-Marktführer Paypal gefolgt. Dieser weitere Schub für das mobile Bezahlen wurde laut den Marktforschern durch die Teilöffnung der zuvor geschützten Kontaktlos-Schnittstelle des iPhones von Marktführer Apple ermöglicht. Hier sind nach Intervention der EU-Kommission nun auch Zahlungsvorgänge mit Apps von Drittanbietern möglich.

Umsatzanteile im E-Commerce
© EHI

Der Boom der Debitkarten hat auch Auswirkungen auf das Online-Payment. So verzeichnen die Kredit- bzw. internationalen Debitkarten das größte Wachstum mit 1,4 Prozentpunkten und belegen im Ranking der Bezahlverfahren nach Umsatzanteilen Platz vier mit 13,7 Prozent.

An erster Stelle behauptet Paypal mit 28,7 Prozent (2024: 28,5 Prozent) seine Spitzenposition im E-Commerce. Der Kauf auf Rechnung folgt dahinter mit 26,1 Prozent (2024: 25,8 Prozent). Die Lastschrift verliert fast drei Prozentpunkte und kommt an dritter Stelle mit 14,4 Prozent. Erstmals explizit im EHI-Ranking ausgewiesen ist Apple Pay mit 1,3 Prozent.

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