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KI-Agenten verändern den Online-Handel

Ein Bitkom-Whitepaper zeigt, wie KI den Online-Handel verändert. Vor allem sogenannte KI-Agenten könnten künftig zentrale Aufgaben im Einkaufsprozess übernehmen.
KI-Agenten verändern den Online-Handel
© DALL-E

Künstliche Intelligenz entwickelt sich im Online-Handel zunehmend vom unterstützenden Werkzeug hin zu einem aktiven Bestandteil der Wertschöpfung. Das zeigt ein aktuelles Whitepaper des Branchenverbands Bitkom. Im Mittelpunkt steht dabei der Begriff „Agentic Commerce“ – also der Einsatz von KI-Systemen, die eigenständig Aufgaben im Einkaufsprozess übernehmen.

Während KI bislang vor allem zur Unterstützung eingesetzt wurde, etwa in Form von Produktempfehlungen oder Chatbots, beschreibt Agentic Commerce einen nächsten Entwicklungsschritt. KI-Systeme agieren dabei nicht mehr nur reaktiv, sondern können im Auftrag von Nutzern handeln – etwa Produkte suchen, Preise vergleichen oder passende Angebote auswählen.

Langfristig könnte sich dadurch auch der Zugang zum Kunden verändern. Wenn Such- und Auswahlprozesse zunehmend von KI übernommen werden, verliert der klassische Online-Shop an Bedeutung als erster Kontaktpunkt. Stattdessen rücken Schnittstellen wie digitale Assistenten oder Plattformen stärker in den Fokus.

Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Prozesse

Die Veränderungen betreffen nicht nur die Kundenschnittstelle. Laut Bitkom kann KI auch interne Abläufe im Handel automatisieren. Dazu zählen unter anderem die Sortimentssteuerung, die Preisgestaltung oder die Planung von Marketingkampagnen. Ziel ist es, Entscheidungen stärker datenbasiert zu treffen und Prozesse zu beschleunigen.

Erste Effekte zeigen sich laut Verband bereits in verbesserten Conversion Rates, höherer Kundenzufriedenheit sowie effizienteren Marketingbudgets. Gleichzeitig ermöglicht KI eine stärkere Personalisierung der Kundenansprache und eine genauere Analyse von Kaufverhalten.

Für viele Unternehmen ist der Einsatz von KI bereits heute ein Wettbewerbsfaktor. In einer Umfrage des Verbands geben 61 Prozent der Händler an, dass entsprechende Technologien ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Datenqualität, Systemintegration und Know-how.

Entwicklung noch am Anfang

Trotz der Dynamik befindet sich ein Großteil der Anwendungen noch in einer frühen Phase. Viele Konzepte werden derzeit getestet oder in Pilotprojekten umgesetzt. Zudem bleibt offen, in welchem Umfang Verbraucher Entscheidungen tatsächlich an KI delegieren wollen.

Für den Handel zeichnet sich jedoch ab, dass KI künftig nicht nur bestehende Prozesse optimiert, sondern zunehmend die Struktur des Einkaufs selbst verändert. Der Übergang vom klassischen Online-Shop hin zu KI-gestützten Interaktionen könnte dabei zu den zentralen Entwicklungen der kommenden Jahre gehören.

Das Whitepaper „KI-Trends im E-Commerce – Einkaufen im Wandel von Automatisierung bis Agentic Commerce“ steht beim Bitkom zum Download bereit.

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