Smartphone-Studie: Weniger Geräte, höhere Preise
Der Smartphone-Absatz in Deutschland dürfte 2026 zurückgehen. Der Branchenverband Bitkom erwartet laut aktueller Studie rund 18,8 Millionen verkaufte Geräte, das sind etwa 800.000 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig soll der Durchschnittspreis auf 646 Euro steigen und damit einen neuen Höchstwert erreichen. Der Umsatz dürfte deshalb weniger stark sinken als die Stückzahlen.
Ein Grund für den Rückgang ist die längere Nutzungsdauer. Nur noch 32 Prozent der Nutzer besitzen ein Smartphone, das höchstens ein Jahr alt ist. Im Durchschnitt ist ein privat genutztes Gerät inzwischen 25 Monate im Einsatz, 45 Prozent verwenden ihr Smartphone länger als zwei Jahre. Entsprechend gewinnen Haltbarkeit und Reparierbarkeit an Bedeutung: Für 97 Prozent der Befragten ist die Robustheit des Displayglases ein wichtiges Kaufkriterium.
Für den Handel bedeutet diese Entwicklung eine strukturelle Veränderung. Der schnelle Gerätewechsel wird seltener, Ersatzkäufe orientieren sich stärker an Defekten, Akkuverschleiß oder auslaufendem Support. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Services wie Reparaturen, Garantieverlängerungen oder Datentransfer.