Messe-Aus 28.11.2018, 12:37 Uhr

Die Cebit ist Geschichte

Die Cebit ist Geschichte. Nach zahlreichen gescheiterten Versuchen, der einst größten ITK-Leitmesse wieder auf die Sprünge zu helfen, wird die Veranstaltung nun endgültig beerdigt.
(Quelle: flowgraph/shutterstock.com)
Jahrelang hatte die Deutsche Messe AG mit immer neuen Konzepten versucht, der Cebit wieder zu alter Größe zu verhelfen. Doch alle Versuche sind offenbar gescheitert: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zuerst aus Unternehmenskreisen erfahren hatte, wird die einst weltgrößten ITK-Messe nun endgültig beerdigt. Die Mitarbeiter würden zur Zeit informiert, bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber der dpa.
Die Deutsche Messe AG hat das Aus mittlerweile offiziell bestätigt. In einer Pressemitteilung hieß es dazu: „Angesichts rückläufiger Flächenbuchungen für die Cebit 2019 bereinigt die Deutsche Messe ihr Veranstaltungsportfolio. Die industrienahen Digitalthemen der Cebit werden in der Hannover Messe weitergeführt, für die übrigen Themenfelder der Cebit sollen inhaltlich spitze Fachveranstaltungen entwickelt werden, die sich gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen richten.“
Oliver Frese, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe, nimmt seinen Hut
(Quelle: Cebit)
Das Aus hat auch personelle Konsequenzen: Messe-Chef Frese bat das Aufsichtsratspräsidium um Entbindung von seinen Aufgaben zum 31. Dezember 2018. Das Gremium gab diesem Ersuchen statt. "Wir nehmen die Entscheidung von Herrn Frese mit Bedauern und Respekt zur Kenntnis. Es ist sehr bedauerlich, einen so erfahrenen Messemacher und Vorstand zu verlieren. Frese hat sich bei der Deutschen Messe viele Jahre für das Veranstaltungsportfolio verdient gemacht, zuletzt als für die Cebit verantwortlicher Vorstand", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann.



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