QSC bringt Arbeitsplatz aus der Cloud

Das Konzept für den indirekten Vertrieb

Darüber hinaus soll es künftig weitere Module geben, kündigt QSC-Chef Arnold Stender im Gespräch mit ­Telecom Handel an. So planen die Kölner unter anderem eine CRM-Lösung, die in die Plattform aufgenommen werden soll. Abhängig von den gebuchten Modulen und auch der Anzahl der Lizenzen soll Tengo rund 100 Euro pro Arbeitsplatz kosten, ohne ein entsprechendes Endgerät.
Die komplette Software wird als Cloud-Service angeboten, gehostet wird die Lösung in den Rechenzentren der QSC-Töchter Info AG und IP Exchange. Die IP-Anbindung erfolgt entweder über das Netz der QSC (Tengo Access), optional können Kunden aber auch noch bestehende und neue IP-Verträge nutzen.
Tengo wird direkt und indirekt vermarktet. Wie bei allen Angeboten von QSC werden Kunden mit mehr als 500 Mitarbeitern direkt betreut, Kunden mit fünf bis 500 Mitarbeitern wiederum werden über Channel-Partner akquiriert. Partner erhalten bei der Vermarktung eine Abschluss- sowie eine Airtime-Provision, die laut Stender etwa auf Höhe der Provisionen für TK-Produkte der Kölner liegt. Dazu können sie die Lösung mit eigenen Services anreichern. So können Systemhäuser beispielsweise neben der Beratung und dem Verkauf auch Anwenderschulungen durchführen, Prozessberatung liefern, die Lösung implementieren oder auch den First-Level-Support übernehmen. Außerdem können Systemhäuser und Integratoren Tengo auch als White-Label-Produkt unter eigenem Namen anbieten.
Für die Vermarktung von Tengo ist eine Zertifizierung der Partner in den jeweiligen Modulen Voraussetzung. Pro Modul kostet diese 888 Euro – "der Preis ist aber noch verhandelbar", betont Stender. "Wir möchten jedoch, dass unsere Partner die Zertifizierung ernst nehmen, und haben uns deshalb für diese Einstiegshürde entschieden", erklärt der QSC-Vorstand.
Die Zertifizierungen sollen noch im April beginnen, Ende des Monats wird zudem ein Online-Portal freigeschaltet, über das Partner die Tengo-Produkte für ihre Kunden bestellen können. Allerdings ist dort im ersten Release noch nicht die IP-Anbindung Tengo Access gelistet, diese soll erst im zweiten Release des Online-Portals kommen.




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