Ausblick 31.05.2019, 13:05 Uhr

Was von Apples Entwicklerkonferenz WWDC zu erwarten ist

Facebook, Google und Microsoft haben mit ihren Entwicklerkonferenzen vorgelegt - nun ist Apple dran: Auf der WWDC verkündet Apple-Chef Tim Cook die Perspektiven für die kommenden Monate. Die Erwartungen an den iPhone-Konzern sind hoch.
Am Montag wird auch Apple-CEO Tim Cook im McEnery Convention Center in San Jose sprechen. 
(Quelle: Marcio Jose Sanchez/AP)
Unter so viel Druck ging Apple schon lange nicht mehr in eine seiner WWDC-Entwicklerkonferenzen wie in diesem Jahr. Die iPhone-Verkäufe sinken, vor allem wegen des schwachen Markts in China. Das App-Store-Geschäft steht im Visier einer Wettbewerbs-Beschwerde in der EU und einer Verbraucherklage in den USA. Und manche Entwickler wollen sich nicht damit zufrieden geben, dass Apple bestimmte Funktionen wie den NFC-Chip auf dem iPhone oder die Daten zur Gerätenutzung exklusiv nutzt. Doch trotz der Herausforderungen kann Apple die Entwickler mit einem schlagenden Argument locken. Es gibt über 1,4 Milliarden Geräte, die mit einem Apple-Betriebssystem laufen und mit Apps versorgt werden wollen. Dazu kommt: Apple-Kunden sind eher bereit, für Apps und Services Geld auszugeben als Nutzer von Android-Smartphones.
Wenn Apple-Chef Tim Cook auf die Bühne des McEnery Convention Centers in San Jose tritt, sind die Erwartungen hoch. Es wäre nicht Apples Art, die Herausforderungen bei einer WWDC direkt auszusprechen, aber über die Keynote verstreut dürften sich die Gegenargumente des Konzerns finden. Die wichtigste Aufgabe der WWDC ist es jedoch, App-Entwicklern und Nutzern einen Ausblick auf die nächste Version der Betriebssysteme für iPhone, iPad, Mac und die Apple Watch zu geben.
Die Apple-Konkurrenten haben vor einigen Wochen den Druck erhöht: Facebook sprang mit vollmundigen Versprechen auf den Datenschutz-Zug auf, den Apple jahrelang für sich reklamiert hatte. Microsoft-Chef Satya Nadella erklärte den Datenschutz zum Menschenrecht und lieh sich damit das Motto, das Apple-Chef Tim Cook seit Jahren verkündet. Und Google demonstrierte eine Version seines Assistant, die viel schneller reagiert als Apples Siri.



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