Erste Tarife und Geräte 03.07.2019, 15:08 Uhr

Telekom startet kommerzielle 5G-Vermarktung

Der Startschuss ist gefallen: Nur drei Wochen nach Ende der 5G-Frequenzauktion hat die Telekom als erster deutscher Netzbetreiber mit der kommerziellen Vermarktung begonnen.
Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland, bei der 5G-Pressekonferenz
(Quelle: Deutsche Telekom )
Als erster Netzbetreiber in Deutschland hat die Telekom drei Wochen nach der Versteigerung der Frequenzen mit der kommerziellen Vermarktung von 5G-Diensten begonnen. Erste Geräte sowie passende Tarife seien ab sofort verfügbar, teilte das Unternehmen mit. 
„Mit der Frequenzauktion haben wir das Ticket für die 5G-Zukunft gelöst. Nun wollen wir 5G möglichst schnell auf die Straße, zu unseren Kunden, bringen“, so Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland. Bei der längsten Auktion von deutschen Mobilfunkfrequenzen hatte die Telekom 13 Blöcke ersteigert und muss dafür 2,17 Milliarden Euro zahlen. 5G wird zum Marktstart aber selbst in den Pilot-Städten nur lokal begrenzt verfügbar sein.
Bis Jahresende sollen nun rund 300 5G-Antennen an mehr als 100 Standorten gebaut und in Betrieb genommen werden. Der Ausbau startet in sechs deutschen Städten: Zunächst in Berlin und Bonn, dann folgen Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München. Dabei dürfte aber klar sein, dass 5G zum Marktstart selbst in den Pilot-Städten nur lokal sehr begrenzt verfügbar sein dürfte. 
Ziel sei es, in den nächsten 18 Monaten die 20 größten Metropolen Deutschlands mit 5G anzubinden - danach soll das Netz sukzessive in weniger dicht besiedelten Gebieten ausgeweitet werden.
Damit das gelingen kann, fordert Wössner klare Rahmenbedingungen und Pragmatismus auf Seiten der Behörden. Dies gelte insbesonders bei Fragen zu regionalem Spektrum, lokalem Roaming, der Verwendung der Auktionserlöse sowie den Genehmigungsverfahren, die in Deutschland zu lange dauerten.
Trotz der Anstrengungen beim 5G-Netzaufbau soll der LTE-Ausbau nicht leiden. So verspricht Wössner allein in diesem Jahr rund 2.000 Mobilfunkstandorte neu aufzubauen. Dadurch sollen vor allem die immer noch klaffenden Versorgungslücken im ländlichen Raum geschlossen werden.



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