Massenentlassung 20.04.2016, 13:49 Uhr

Intel streicht 12.000 Arbeitsplätze

Der Chiphersteller Intel kappt 12.000 Arbeitsplätze, gut jeder zehnte Mitarbeiter muss demnach seinen Platz räumen. Gründe hierfür sind der schwache PC-Markt und die Dominanz der Konkurrenz im Mobilgeschäft.
(Quelle: StockStudio / Shutterstock.com )
Hardware-Hersteller in der Krise: Der Chip-Riese Intel streicht 12.000 Jobs, um sich schneller aus der Abhängigkeit vom schrumpfenden PC-Geschäft zu lösen. Bis Mitte 2017 sollen damit elf Prozent der Belegschaft gehen. Intel-Chef Brian Krzanich will stärker auf Chips für Rechenzentren und Cloud-Computing sowie die Vernetzung von Alltagstechnik und Maschinen im Internet der Dinge setzen.
Zuletzt machten PC-Prozessoren noch über die Hälfte des Intel-Geschäfts aus, während die Verkäufe der Notebooks und Desktops seit Jahren sinken und allein im vergangenen Quartal laut Marktforschern erneut um etwa ein Zehntel einbrachen.
Die meisten vom Stellenabbau betroffenen Angestellten sollen innerhalb der nächsten 60 Tage informiert werden, kündigte Intel an. Zunächst werden die Abfindungen ins Geld gehen - im zweiten Quartal rechnet der Konzern mit einem Sonderaufwand von etwa 1,2 Milliarden Dollar. Die Sparmaßnahmen sollen aber 1,4 Milliarden Dollar (aktuell 1,2 Mrd Euro) pro Jahr einsparen, wenn sie voll greifen.
Die Mitarbeiterzahl von Intel war seit 2009 um rund ein Drittel gewachsen, auch durch Zukäufe wie McAfee (IT-Sicherheit) oder Altera (Spezialchips).

Hohe Gewinne trotz PC-Flaute

Intel konnte zuletzt trotz der PC-Flaute weiter tiefschwarze Zahlen einfahren. Im ersten Quartal stieg der Gewinn im Jahresvergleich von 1,99 auf 2,05 Milliarden Dollar (1,80 Mrd Euro). Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar zu.
Die Erlöse lagen damit allerdings unter den Markterwartungen. Zudem enttäuschte Intel die Anleger mit einer Umsatzprognose von 13,5 Milliarden Dollar (plus oder minus 500 Millionen) für das zweite Quartal. Die nach Ankündigung der Jobkürzungen kurzzeitig vom Handel ausgesetzte Aktie fiel am Dienstag nachbörslich um rund zwei Prozent.



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