Windows Phone 8 23.07.2012, 14:44 Uhr

Erstes Nokia-Modell exklusiv über Netzbetreiber?

Medienberichten zufolge denkt Nokia darüber nach, sein erstes Smartphone mit Windows Phone 8 exklusiv über Netzbetreiber zu vermarkten. Mit einem ähnlichen Modell war schon einmal ein anderer Handy-Hersteller sehr erfolgreich.
Der schwer angeschlagene Handy-Hersteller Nokia sucht verzweifelt nach neuen Geschäftsmodellen, um wieder Anschluss auf dem wichtigen Smartphone-Markt zu finden.
Vor diesem Hintergrund loten die Finnen nun anscheinend die Möglichkeit aus, das erste Smartphone mit dem kommenden Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8 exklusiv über verschiedene europäische Netzbetreiber zu vermarkten. Wie die Financial Times unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtete, erhofft sich Nokia dadurch eine stärkere Unterstützung beim Abverkauf der Geräte. Im Gegenzug sollen die Netzbetreiberpartner an den Erlösen beteiligt werden.
Den Angaben zufolge soll es unter anderem bereits Verhandlungen mit France Telecom gegeben haben. Auch von der Deutschen Telekom ist die Rede, die eventuell über eine ausländische Tochter zum Zuge kommen könnte. Konkrete Informationen, ob und wie auch der deutsche Mobilfunkmarkt von der Maßnahme betroffen sein könnte, gibt es indes nicht.
Stimmen die Berichte, würde Nokia mit seiner bisherigen Tradition brechen, neue Modelle in der Regel über möglichst viele Vertriebskanäle in den Markt einzuführen. Die Idee der Exklusivpartnerschaften mit Netzbetreibern ist indes nicht neu. Unter anderem Apple setzte bei der Einführung seiner ersten iPhone-Modelle auf dieses Strategie - mit bekanntem Erfolg.
Der Hintergrund: Für Nokia könnte die Markteinführung seines ersten Smartphones mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 8 womöglich die letzte Chance sein, die nun schon seit Jahren anhaltende Talfahrt endlich zu beenden. Vor allem auf dem umsatzträchtigen Smartphone-Markt hinkt Nokia abgeschlagen den großen Rivalen Apple und Samsung hinterher.
Entsprechend ernüchternd fielen in letzter Zeit auch die Quartalsbilanzen der Finnen aus. Im abgelaufenen zweiten Quartal konnte Nokia beispielsweise nur vier Millionen Stück seiner hochpreisigen Lumia-Modellreihe verkaufen. Zum Vergleich: Samsung hatte eben mitteilen lassen, dass sich allein das neue Flaggschiff Galaxy S III im Zeitraum von zwei Monaten rund 10 Millionen Mal verkauft hat.



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