Lebara ist erneut bester Ethno-Anbieter

Ay Yildiz fällt zurück

Der Zweite des Vorjahres, Ay Yildiz, kommt in diesem Jahr als Dritter ins Ziel und gewinnt in zwei Kategorien. Ay Yildiz bietet offenbar die beste Abschlussprovision bei Neuverträgen, außerdem – und das dürfte man bei der Mutter Telefónica besonders gern sehen – holt der Türkei-­Spezialist die Bestnote bei der Händler-Hotline. Eben in dieser Kategorie wurden die Marken der Münchner noch vor zwei Jahren ausnahmslos abgestraft. Hier hat sich die Arbeit am Callcenter ausgezahlt, denn mit Ortel Mobile belegt die andere Marke von Telefónica Deutschland den zweiten Rang. Überdurchschnittlich bewertet wurde die Unterstützung beim Endkundenmarketing, hier zahlt sich aus, dass das PoS-Material in deutscher und in türkischer Sprache verfügbar ist. Das Freischaltsystem erhielt mit 7,1 von zehn Zählern ebenfalls eine sehr gute Note.
Die Sieger in den einzelnen Rubriken
Quelle: Telecom Handel
Auf Rang vier und fünf folgen Lifecell mit 5,1 und Lyca Mobile mit 4,9 Punkten. Der Letztplatzierte kann keine einzige Kategorie gewinnen und liegt bei allen Fragen unter dem Durchschnitt. Lifecell muss noch mehr Überzeugungsarbeit bei den Händlern leisten, um bessere Bewertungen zu erhalten. Beinahe alle Teilnehmer der Leserwahl, die auch die Ethno-Anbieter bewerteten, gaben an, Lebara und/oder Ortel zu vermarkten. Der Anteil an Händlern, die Lifecell im Portfolio führen, ist dagegen noch sehr gering. Für die Reseller ist Lifecell auch insofern nicht ganz einfach, denn erst Anfang 2018 wurde aus Turkcell Europe Lifecell mit neuem Logo und neuer Ausrichtung. Und eine neue Marke bei der Kundschaft bekannt zu machen, erfordert viel Überzeugungskraft und damit viel Zeit am Point of Sale.

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Zur Methodik:

Mehr als 1.000 Leser haben an der diesjährigen Umfrage zum besten Mobilfunk­anbieter des Jahres teil­genommen, rund 650 stimmten dabei auch über die Ethno-Anbieter ab.
Das Gesamtergebnis setzt sich aus den gewichteten Ergebnissen aus zehn Kategorien zusammen. So wurde beispielsweise die Note in der für den Handel sehr wichtigen Kategorie „Chancengleichheit für alle Vertriebskanäle“ stärker gewichtet als andere. Zudem wurden Kategorien, die Ethno-Anbieter im Gegensatz zu den Netzbetreibern nicht oder kaum betreffen, aus der Wertung genommen – etwa die Unterstützung mit ­Demo- und Vorführgeräten.



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