Angriff auf Facebook & Co. 23.01.2012, 16:17 Uhr

Netzbetreiber wollen eigenen Messaging-Dienst starten

Um Umsatzrückgänge aus dem SMS-Geschäft zu kompensieren, wollen die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Germany einen eigenen Messaging-Dienst launchen. Der Name: RCS-e. 
Die Deutsche Telekom, Vodafone sowie Telefónica Germany wollen mit einem eigenen Messaging-Angebot an den Start gehen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe. Auch der Name des Dienstes stehe bereits fest: Rich Communication Suite enhanced (RCS-e).
Der Hintergrund: Schon seit geraumer Zeit klingeln bei den Mobilfunknetzbetreibern die Alarmglocken. Weil immer mehr Handy-Nutzer auf größtenteils kostenlose Dienste wie Facebook, WhatsApp oder andere Messaging-Services umsatteln, droht eine bislang äußerst lukrative Einnahmequelle langsam zu versiegen: der Short Message Service (SMS).
So ist der Umsatz mit den einst so beliebten Kurzmitteilungen den Angaben zufolge allein in Deutschland von 3,8 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf 2,8 Milliarden Euro gesunken. Im Jahr 2014 sollen es nur noch 2,1 Milliarden Euro sein. Und die Analysten sind sich sicher: Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones, die den Einsatz besagter Messaging-Dienste begünstigen oder sogar erst möglich machen, wird sich diese Entwicklung noch beschleunigen.
Um sich nicht von der aktuellen Ereignissen überrollen zu lassen, gehen die Netzbetreiber nun mit RCS-e in die Offensive. Mit dem Dienst lassen sich Textnachrichten ebenso verschicken wie Sprache, Bilder, Videos und andere Dateien.



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