Sound United 05.02.2016, 13:30 Uhr

Der Sonos-Konkurrent Polk Audio Omni S6 im Test

Mit Polk Audio kommt eine neue Marke für drahtlose Musiksysteme auf den deutschen Markt und will den Marktführer Sonos ärgern. Wir haben den Speaker Omni S6 getestet.
Gut verarbeitet: Der neue Polk Audio Omni S6
(Quelle: Telecom Handel)
Wenn hierzulande ein Hersteller versucht, neu auf dem boomenden Markt für drahtlose Musiksysteme einzusteigen, sind seine Aussichten auf Erfolg eher bescheiden – zu mächtig scheint die Konkurrenz der etablierten Anbieter wie Bowers & Wilkins, Bose und natürlich Sonos. Genau das will aber jetzt Sound United mit seiner Marke Polk Audio versuchen und rechnet sich gute Chancen auf ein Stück des Kuchens aus. Nun sind die US-Amerikaner allerdings kein unbeschriebenes Blatt, im Gegenteil. Auf ihrem Heimatmarkt sind sie mit Polk Audio bereits Nummer zwei hinter Sonos.
Um auf dem deutschen Markt die Kundschaft für sich zu begeistern, schickt der Hersteller unter anderem den Polk Audio Omni S6 ins Rennen, einen direkten Konkurrenten zum Sonos Play:5 der ja erst kürzlich neu aufgelegt wurde (Hier geht's zum Test des Sonos Play:5). Wir haben den 449,99 Euro teuren Wireless-Speaker einem intensiven Hörtest unterzogen.
Der größte Unterschied zu Sonos vorweg: Sound United setzt beim Omni S6 auf ein offenes System zur Musikübertragung namens Play-Fi. Dies wurde vom Soundspezialisten DTS entwickelt und kommt derzeit bei einigen wenigen Herstellern zum Einsatz, vornehmlich solchen jenseits des großen Teichs. Damit ist es beispielsweise möglich, über die Polk-App (die der Play-Fi-Anwendung im Übrigen bis aufs kleinste gleicht) den Omni S6 und auch andere mit Play-Fi kompatible Speaker zu steuern.
Hierzu muss man den Lautsprecher erst einmal mit dem heimischen WLAN (auch 5 GHz wird unterstützt) verheiraten, was im Handumdrehen gelingt. Anschließend kann man seine eigenen Musikquellen einrichten, also neben dem Speicher des Smartphones beispielsweise die auf der Netzwerk-Festplatte gespeicherten Songs, die Lieblingsradiosender von Tune In oder den Spotify-Account. Viele Musik-Streaming-Dienste sind allerdings aktuell noch nicht verfügbar, hier muss man auf eine Erweiterung des Angebots hoffen. Amazon Music dürfte demnächst kommen, zumindest in den USA kann man das Angebot schon streamen.



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