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ElectronicPartner hält Kurs im Umbau

Stabile Umsätze, Wachstum in einzelnen Bereichen und ein deutlicher Strategiewechsel prägen ElectronicPartner. Während Teile des Geschäfts unter Druck stehen, treiben andere Segmente die Entwicklung.
ElectronicPartner Vorstand

Vorstand von ElectronicPartner auf dem Kongress 2026: Matthias Assmann, Patrick van Tent und Greta Ziob (v. l.) präsentierten Strategie, Projekte und Geschäftszahlen

© ElectronicPartner

ElectronicPartner hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Zentralumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro abgeschlossen und bleibt damit im dritten Jahr in Folge auf stabilem Niveau. In Deutschland legte die Verbundgruppe leicht zu, international entwickelte sich das Geschäft uneinheitlich. Parallel dazu setzt die Organisation ihren strategischen Umbau fort, der bereits im Herbst 2025 angekündigt wurde.

Stabilität im Kerngeschäft – Unterschiede in den Formaten

Die Entwicklung im klassischen Fachhandel fällt moderat positiv aus. Die Marke EP: erzielte ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 1,4 Prozent und entwickelte sich damit leicht besser als der Gesamtmarkt. Auch die Zahl neuer Mitglieder deutet auf eine gewisse Stabilität im Netzwerk hin, insbesondere durch Übernahmen bestehender Standorte und Wechsel aus anderen Kooperationen.

Deutlich schwieriger bleibt dagegen die Lage im großflächigen Geschäft. Die Fachmarktlinie Medimax verzeichnete ein Minus von 6,6 Prozent. Vorstand Patrick van Tent sieht hier strukturelle Probleme: „Große Flächen stehen massiv unter Druck und haben nur dann eine Zukunft, wenn sie sich mehr in Richtung Fachhandel entwickeln.“

Ein klarer Wachstumstreiber bleibt dagegen das Systemhausnetzwerk ComTeam. Mit einem Umsatzplus von 18,5 Prozent hebt sich dieser Bereich deutlich vom übrigen Geschäft ab. Als Gründe nennt ElectronicPartner unter anderem den anstehenden Wechsel von Windows 10 sowie die steigende Nachfrage rund um Künstliche Intelligenz.

Strategie: Vom Händler zum Lösungsanbieter

Die aktuellen Zahlen bestätigen im Kern die strategische Stoßrichtung, die ElectronicPartner bereits im Herbst formuliert hatte. Damals kündigte der Vorstand an, das Geschäftsmodell stärker in Richtung Service, Installation und Integration zu entwickeln. Diese Linie wird nun weiter konkretisiert.

Programme wie das Reparaturnetzwerk, das Energiegeschäft unter der Marke WENDEpunkt oder das Systemhausgeschäft werden dabei zunehmend als zentrale Bestandteile des Geschäftsmodells verstanden. In Deutschland arbeiten inzwischen mehr als 140 Mitgliedsbetriebe im Bereich erneuerbare Energien, auch international wird das Konzept ausgebaut.

Parallel dazu läuft der interne Umbau weiter. Bereits Anfang 2026 hatte ElectronicPartner angekündigt, Strukturen und Prozesse in der Zentrale neu auszurichten und dabei auch Stellen abzubauen. Vorständin Greta Ziob beschreibt die aktuelle Phase so: „Aktuell bauen wir neue Strukturen und Prozesse auf.“ Ziel sei es, effizienter zu werden und neue Geschäftsfelder systematisch zu erschließen.

ElectronicPartner rückt damit stärker die Rolle als Dienstleister und Lösungsanbieter in den Mittelpunkt. Programme und Netzwerke sollen enger verzahnt werden und über den klassischen Produktverkauf hinausgehen. Vorstand Matthias Assmann formuliert das Ziel so: „Es braucht mehr Interaktion und Zusammenarbeit – denn Transformation beginnt bei den Menschen.“

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