Krise 12.08.2013, 16:34 Uhr

BlackBerry prüft eigenen Verkauf

BlackBerry findet keine Wege aus der Krise - jetzt denkt der Handy-Hersteller über Allianzen oder sogar einen Verkauf des eigenen Unternehmens nach.
(Quelle: Heino Pattschull - Fotolia.com)
Mit der Software-Plattform BlackBerry 10 und neuen Smartphone-Modellen wie dem Z10 oder dem Q10 wollte der kanadische Handy-Hersteller BlackBerry nach einer langen Durststrecke endlich wieder Höhenluft schnuppern. Allerdings haben sich die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllt - die Verkaufszahlen sind nach wie vor niederschmetternd, die Krise spürbarer denn je. Auch der Marktanteil ist im Jahresvergleich noch einmal zurückgegangen.
Als unmittelbare Reaktion auf diese Entwicklung hat das Management nun mit der Gründung eines speziellen Gremiums reagiert. Dieses soll untersuchen, wie sich das Unternehmen in Zukunft aufstellen könnte. Dem Gremium gehört unter anderem der Firmenchef Thorsten Heins an.
In einer entsprechenden Mitteilung hieß es, dass das Gremium nun verschiedene Optionen prüfen werde - zu diesen zählen unter anderem Allianzen, Joint-Ventures, Partnerschaften aber auch ein Verkauf des Unternehmens oder Teilen davon.  
Timothy Dattels, der dem Sondergremium vorsteht, betonte, dass nach der Einführung von BlackBerry 10 nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um über strategische Alternativen nachzudenken.
Tatsächlich drängt die Zeit, denn BlackBerry verliert immer mehr Boden unter den Füßen. Erst im zweiten Quartal musste das Unternehmen wieder einen hohen Verlust in Höhe von 84 Millionen Dollar ausweisen. Zuvor hatte Heins bereits einen massiven Stellenabbau angekündigt.




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