Telekom: Netzagentur gibt grünes Licht für Vectoring-Ausbau

VATM warnt vor Remonopolisierung

Die Wettbewerber der Telekom sparen hingegen nicht mit Kritik. Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Branchenverbandes VATM: „Der Investitionswettbewerb in die wichtige Übergangstechnologie Vectoring wird nicht deutschlandweit, aber an ganz zentralen Stellen dem Ex-Monopolisten übergeben", so Grützner. Und weiter: "Damit haben wir aus unserer Sicht weiterhin eine Remonopolisierung. Wie hoch der Grad dieser Remonopolisierung ist, hängt jetzt davon ab, wie viel Wettbewerber bauen können.
Auch beim Bundesverband Glasfaseranschluss BUGLAS ist man skeptisch: "Ob Wettbewerber Nahbereiche mit Vectoring versorgen werden, auch wenn dort ein FttH-Ausbau der Telekom bereits besteht, erscheint uns eher fraglich", so Wolfgang Heer, Geschäftsführer des Verbands.
„Der Breko ist überrascht, dass die Pressemitteilung der Bundesnetzagentur sich zwar ausführlich mit der Ausbauzusage der Deutschen Telekom befasst, sich darin aber kein Wort zu den Investitionszusagen der alternativen Netzbetreiber findet“, sagt Breko-Geschäftsführer Stephan Albers.
Zum Hintergrund: Mit der Vectoring-Technik kann über die bestehenden Kupferleitungen, die früher alleine zum Telefonieren verwendet wurden, zumindest theoretisch eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Die Telekom verpflichtet sich, bis Ende 2018 Nahbereiche mit der Technologie zu erschließen.




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