Auflagen erfüllt 12.01.2021, 12:48 Uhr

Mobilfunk-Ausbau: Netzbetreiber melden gute 4G-Versorgung der Hauptrouten

Die Netzbetreiber versorgen nun eigenen Angaben zufolge ICE-Strecken und Autobahnen mit schnellem Internet, so wie es die staatlichen Auflagen vorsehen - allerdings mit einem Jahr Verspätung.
(Quelle: Y. Pieper/Shutterstock)
Bei Fahrten über die Autobahn und ICE-Strecken sind die Reisenden nach Auskunft der drei deutschen  Mobilfunk-Netzbetreiber inzwischen deutlich besser mit dem Internet verbunden als früher. Wie die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) mitteilten, erfüllen sie nun alle eine staatliche Auflage zur Versorgung dieser Strecken mit einem Download-Tempo von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. Dabei wird der Funkstandard LTE (4G) verwendet. Sollten sich viele Nutzer gleichzeitig ins Netz einwählen, sinkt das Tempo allerdings.
Theoretisch geht es um alle Abschnitte von Autobahnen und ICE-Strecken, es gibt aber eine Ausnahmeregelung: Dort wo die Installation von Mobilfunkmasten "rechtlich oder tatsächlich" nicht möglich war, wird es auch künftig Funklöcher geben - etwa wenn kein Grundstück zu mieten oder zu kaufen war oder die Strecke ein Naturschutzgebiet durchquert, was eine Genehmigung sehr schwierig macht. Branchenkreisen zufolge geht es hier um einen Funkloch-Anteil an diesen Strecken im einstelligen Prozentbereich.
Die Auflagen stammen aus der LTE-Frequenzauktion aus dem Jahr 2015. Ursprünglich sollten sie bereits Anfang 2020 erfüllt sein, das schaffte aber kein Mobilfunknetzbetreiber komplett. Neben der Ausbaupflicht für die Verkehrswege gab es Auflagen für die Versorgung von Haushalten - 98 Prozent aller Haushalte im Bundesschnitt und 97 Prozent der Haushalte pro Bundesland sollten sich mit dem recht schnellen Mobilfunknetz verbinden können.



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