Premiere mit Paukenschlag

Test Nokia Booklet 3G: Premiere mit Paukenschlag

Kleine Schönheitsfehler
Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick höchst solide und dem hohen Anspruch gerecht. Bei genauer Betrachtung wackelte bei unserem Testgerät aber die Klappe ein wenig, und der Ladestecker saß ebenfalls nicht allzu stabil in seinem Anschluss an der rechten Seite des Gehäuses. Gebaut wird das Gerät übrigens nicht von Nokia selbst, sondern von einem Auftragsfertiger in China. Der Konkurrent von Asus wirkt zwar mit seinem Kunststoffgehäuse weit weniger nobel, ist aber dafür einwandfrei verarbeitet.
Warum für die Tastatur des Booklet 3G nur etwas mehr als die Hälfte der möglichen Fläche in der Innenseite des Netbooks gewählt wurde, wissen wohl nur die Designer. Denn wenn die Tasten etwas größer wären, wären sie durchaus perfekt. Die Druckpunkte sind indes sehr gut, das Tippen geht in völliger Ruhe vonstatten, zudem erleichtern die deutlichen Abstände das Schreiben. Wenn nur die Funktions- und Cursortasten eben nicht so klein wären! Das Touchpad ist dagegen groß genug, auch die beiden Tasten darunter können mit einem klaren Druckpunkt erfreuen.
Anzeige mit hoher Auflösung
Das Display kommt im Netbook-Standardformat von 10,1 Zoll, bietet aber mit 1.280 mal 720 Bildpunkten eine höhere Auflösung als viele Konkurrenten, die mit 1.024 mal 600 Pixeln antreten. In der Realität sind solche Unterschiede vor allem bei der übersichtlicheren Darstellung von Webseiten zu erkennen. Zudem ist die Anzeige des finnischen Netbooks schön scharf und strahlt auch sehr hell. Über den HDMI-Anschluss lässt sich auch ein externer hochauflösender Monitor anschließen – wer dabei aber etwa das Netbook als Player einsetzen will, wird das Fehlen eines optischen Laufwerks bemerken.
Die Festplatte ist mit 120 Gigabyte eher durchschnittlich dimensioniert, der Arbeitsspeicher entspricht mit einem Gigabyte ebenfalls dem Standard der Klasse. Angesichts des hohen Preises kann sich der Anwender aber schon fragen, warum etwa im halb so teuren Asus-Konkurrenten eine Festplatte mit 160 GB steckt. Voraus hat das Nokia anderen Netbooks immerhin den Bewegungssensor, der beim Fallen die Festplatte so sichern soll, dass keine Daten verloren gehen. Auch einen GPS-Chip, der in Zusammenarbeit mit Nokia Maps den Anwender lokalisiert, hat bisher keiner der Konkurrenten.




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