Vier Smartphones im Vergleichstest: Quartett mit Ambitionen

Fotospaß in Variationen

Auffällig ist, dass manche Anbieter bei den Modulen der Hauptkameras die Zulieferer nennen, so stammt die BQ-Kamera von Samsung und wurde ähnlich schon im Galaxy S7 verwendet. Dort gehörte sie zum Besten, was am Markt verfügbar war, und davon profitieren die Spanier immer noch, auch wenn die 12 Megapixel im Testfeld auf dem Papier die niedrigste Auflösung bedeuten. Die mit f/1.8 üppig dimensionierte Blende sorgt auch bei schwachen Lichtverhältnissen für gute Fotos und die Farben sind schön leuchtend.
Wiko WIM
Quelle: Wiko
Viel Aufwand betreibt Wiko mit seiner 13-Megapixel-Doppelkamera. Die Funktion des Knipsers ähnelt der P-Serie von Huawei, denn eine Kamera schießt Fotos in Farbe, die andere in Schwarz-Weiß; dann setzt die Software aus allen Informationen ein optimiertes Bild zusammen. Einen optischen Zoom hat Wiko allerdings nicht im Angebot, die Blenden sind mit f/2.0 recht groß und nutzen auch wenig Licht gut aus. Insgesamt hinterließen die Fotos einen guten Eindruck, allerdings wirkten die Farben eher etwas blass.
Nokia verwendet eine 16-Megapixel-Kamera, die ebenfalls eine mit f/2.0 dimensionierte Blende hat. Vor allem bei guten Lichtverhältnissen gefallen die Bilder mit scharfem Kontrast und hellen Farben, die fast schon grell wirken. Auch der Autofokus ist zuverlässig.
Das Neffos-Smartphone bietet auf der Hinterseite eine Hauptkamera mit 13 Megapixeln und einer f/2.0-Blende, der Sensor stammt von Sony. Die Bilder machten einen ordentlichen Eindruck, ohne besonders hervorzustechen.
Höchst unterschiedlich sind auch die Frontkameras: BQ hellt die Bilder durch einen LED-Blitz auf, mit dem selbst in schummrigen Kneipen noch schöne Selfies gelingen, die Auflösung von 8 Me­gapixeln ist dazu ausreichend. Das WIM hat immerhin ein permanentes Fotolicht, aber keinen Blitz. Dafür protzt die Frontcam mit 16 Megapixeln Auflösung, die – zumindest bei guten Lichtverhältnissen – für scharfe Selfies sorgt. Die Kameras von Nokia und Neffos lösen mit 8 beziehungsweise nicht mehr ganz zeitgemäßen 5 Megapixeln auf, was aber für einen schnellen Schnappschuss reicht.

Alle vier Geräte sind eine Alternative

Die vier getesteten Flaggschiffe der Verfolger liefern insgesamt eine gute Leistung ohne gravierende Schwächen ab und setzen eigene Akzente. Das BQ bietet eine sehr gute Kamera und aktuelle Technik, für den Preis könnten aber noch mehr Features wie drahtloses Laden an Bord sein. Wer unbedingt eine Doppelkamera mit ihren besonderen Features will, wird beim neuen Wiko WIM fündig.
Die eigentlichen Testsieger sind aber die beiden deutlich günstigeren Smartphones. Das Neffos überzeugt mit guten Details und viel Ausstattung zu einem sehr fairen Preis. Und das Comeback von Nokia ist sehr gelungen, vor allem was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft. Im nächsten Schritt braucht die Marke aber auch wieder ein Alleinstellungsmerkmal bei ihren Geräten, damit die großen Ambitionen auch erfüllt werden können.
Gesamtwertung
Quelle: Telecom Handel



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