Golden Ager machen mobil

Emporia Click

Wer es gern einfach mag, greift auf die Handys des langjährigen Spezialisten Emporia aus Österreich zurück, der aktuell noch auf ein Smartphone verzichtet. Das getestete Modell Click wird unter anderem bei Vodafone angeboten und geht mit Komfortfunk­tio­nen wie einer Kamera an den Start.
Besonders logisch und einfach ist die Bedienung allerdings nicht immer: So wird ab Werk, wenn die Notrufnummern nicht vom Anwender definiert werden, immer beim Aktivieren der Taste auf der Rückseite die „112“ angerufen, auch wenn das vom Anwender nicht vorgesehen war. Dass sich die Schriftgröße auf gigantische Dimensio­nen einstellen lässt, ist zwar grundsätzlich schön, doch passen die Menübezeichnungen dann in vielen Fällen nicht mehr ins Display, das nur 5,6 Zentimeter Diagonale aufweist, und sind so nicht auf einen Blick zu erkennen.
Die Anzeige selbst ist mit 176 x 220 sehr grob gepixelt. Auch die Kamera macht höchstens Schnappschüsse mit VGA-Auflösung, auf denen nur unter optimalen Bedingungen überhaupt etwas zu erkennen ist. Ein Foto­licht oder ein Blitz fehlt ebenfalls, allerdings kann die „Taschenlampe“ auf der Stirnseite für etwas zusätzliches Licht sorgen. Die Bedienung des Knipsers ist nicht immer ganz einfach, so kann man durch Druck auf die spezielle Kamerataste an der Seite nicht mehrere Bilder hintereinander schießen, sondern muss jedes Foto erst wieder per Softkey „wegklicken“.
Überzeugen kann das Design, denn das Emporia sieht mit seinem silbernen Streifen, der sich um das ganze Gehäuse zieht, richtig gut aus. Bei den Tasten stimmt zwar die Größe, die Druckpunkte sind aber nur schwer zu erahnen und die Bedienung erfordert teilweise erheblichen Druck. Schön groß und solide sind aber die seitlichen Tasten.
Trotz einer verbesserten Ausstattung mit Bluetooth und MMS gibt es noch einige Wünsche: So wollen sicher auch manche Senioren mal in die USA fahren, können dies aber mit dem Emporia-Handy mangels Triband-Funktionalität nicht. Beim Eingeben von SMS fehlt vor allem ­eine Software wie T9, was sehr lange Tipporgien erfordert. Am Ende bleibt der Eindruck, dass einige Elemente nicht voll durchdacht wurden, an manchen Stellen ist das Emporia nicht einfacher zu bedienen als ein Einsteiger-Handy von Samsung oder Nokia. Zumindest der Preis stimmt mit 79,90 Euro.



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